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Flur PflegeheimSeminarausschreibung

Routine oder Neuerungen im Wohnalltag ?

Geborgenheit, Schutz, Vertrautheit, Sicherheit sind wichtige Aspekte im Wohnheimalltag. Dazu gehören feste Abläufe und Strukturen, vertraute Rituale und möglichst liebvoll gestaltete Beziehungen. Andererseits führt ein allzu „gewöhnlicher“ Alltag zu Gleichförmigkeit, Bequemlichkeit oder gar zum Stillstand. Persönliche Entwicklungen der Menschen mit Behinderungen sind dann kaum noch möglich, Veränderungen lösen Ängste aus und Neuerungen werden verhindert.

In diesem Seminar geht es darum, darüber nachzudenken, wie viel Routine im Wohnheimalltag angebracht ist, um Veränderungen zur persönlichen Entwicklung nicht zu behindern und wie viel Neues angeboten werden muss, um mehr Selbständigkeit und Selbstsicherheit bei Menschen mit Behinderungen zu erreichen.

Seminarinhalte am 1. Tag:

· Bedeutung von festen Strukturen und Abläufen

· Rituale, was ist das? Ihre Bedeutung für den Einzelnen und die Gruppe

· Institutionalisierung: verfestigte Verhaltensweisen erkennen und verändern, Umgang mit stereotypen und zwanghaften Verhaltensweisen

· Individualität – Konformität

· Die Rolle der Betreuer – allgemeiner Überblick

· Macht und Ohnmacht im Betreuungsalltag

Seminarinhalte am 2. Tag:

  • Die Rolle der Betreuer – Stagnation oder Generativität
  • Achtsame Grundhaltung für die Prozessbegleitung
  • Werkzeuge für Zielimagination und – erreichung
  • Vorstellung von Methoden zur Musterunterbrechung und Entscheidungsfindung für Einzelne und innerhalb eines Teams
  • Umgang mit Widerständen in der Gruppe
  • Ideenbörse: fördernde, anregende, wechselnde Umgebungsgestaltung

Freizeitgestaltung – begleitende ergotherapeutische Ansätze

Tagesstrukturen geschützt verändern – eine Möglichkeit?

Gespräche führen – Konflikte lösen

  • Den vorläufigen Seminarabschluss bildet die Dokumentation von Aspekten, die sich im Wohnalltag sofort verändern lassen und erreichbaren Fernzielen

Seminar-Nr.

B/10/2230

Dauer

2 Tage, in einem Tagesseminar werden Schwerpunkte nach Absprache angeboten

Zielgruppe

Alle Mitarbeiter der Heilerziehungspflege

Ideale Gruppengröße

16 Teilnehmer

Methoden

Präsentation und Vortrag, Interaktion mit der Gruppe zum Thema, Erfahrungsaustausch und Analyse von Einzelsituationen, Visualisierung, Arbeit anhand von Fallstudien, praktische Übungen und situiertes Lernen mit dem Ziel Transfer an den Arbeitsplatz

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